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Soll das Messer zum Abfangen von krankem
Wild dienen, muss die Klinge eine Länge von
mindestens 15 cm haben, und die Spitze
muss in etwa in der Mitte der Klinge liegen,
damit das Messer als Stoßwaffe zu gebrauchen
ist. Der Normaljäger braucht ein solches
Messer nicht. Der Fangschuss ist vorzuziehen
und dem im Abfangen Ungeübten
anzuraten.
Bei modernen Jagdmessern hat sich heute
die Drop-Point-Klinge weitgehend durchgesetzt.
Diese Klingenform kennzeichnet eine
heruntergezogene Spitze, die etwa im oberen
Drittel der Klinge liegt. Messer mit Drop-Point-Klingen gelten heute als jagdliche Universalmesser. Sie sind ein guter Kompromiss. Die heruntergezogene Spitze verhindert beim Aufbrechen Verletzungen der Innereien und der Klingenbogen ergibt eine gute Schneidleistung. Die meisten Jäger kommen mit dieser Klingenform am besten zurecht. Wer alles mit einem Messer erledigen will und auf das Abfangen verzichtet, sollte eine Drop-Point-Klinge von 9 bis 12 cm Länge wählen.
Griffmaterialien
Beim Jagdmesser wird traditionell gern Hirschhorn oder Edelholz für die Griffbeschalung benutzt. Ideal sind diese Naturmaterialien jedoch nicht. Sie können bei Temperaturschwankungen reißen und sind nicht gerade schlagfest. Die modernen Kunststoffe wie G 10, Micarta oder Neopren sind praktischer. Ihnen macht Hitze und Kälte nichts aus, sie sind säurefest und werden bei nassen Händen nicht rutschig.


