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Modernes Jagdmesser von DNC mit CPM-Klinge und Griff aus Wüsteneisenholz. © Norbert Klups

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Moderne Jagdmesser

Messer für alle Fälle

Der "normale" Jäger braucht ein Messer zum Aufbrechen des erlegten Wildes, dem Abhäuten und Zerwirken. Für die ständig im Revier anfallenden Arbeiten, wie dem Zuschneiden von Lederstreifen für Kanzelfenster oder von Isoliermaterial beim Kanzelbau und zum Zurichten der Jause ist ein Messer sehr nützlich.

Klingenform

Drop_Point.jpg © Norbert KlupsGalerie Soll das Messer zum Abfangen von krankem Wild dienen, muss die Klinge eine Länge von mindestens 15 cm haben, und die Spitze muss in etwa in der Mitte der Klinge liegen, damit das Messer als Stoßwaffe zu gebrauchen ist. Der Normaljäger braucht ein solches Messer nicht. Der Fangschuss ist vorzuziehen und dem im Abfangen Ungeübten anzuraten. Bei modernen Jagdmessern hat sich heute die Drop-Point-Klinge weitgehend durchgesetzt. Diese Klingenform kennzeichnet eine heruntergezogene Spitze, die etwa im oberen Drittel der Klinge liegt.

Messer mit Drop-Point-Klingen gelten heute als jagdliche Universalmesser. Sie sind ein guter Kompromiss. Die heruntergezogene Spitze verhindert beim Aufbrechen Verletzungen der Innereien und der Klingenbogen ergibt eine gute Schneidleistung. Die meisten Jäger kommen mit dieser Klingenform am besten zurecht. Wer alles mit einem Messer erledigen will und auf das Abfangen verzichtet, sollte eine Drop-Point-Klinge von 9 bis 12 cm Länge wählen.

Griffmaterialien


Beim Jagdmesser wird traditionell gern Hirschhorn oder Edelholz für die Griffbeschalung benutzt. Ideal sind diese Naturmaterialien jedoch nicht. Sie können bei Temperaturschwankungen reißen und sind nicht gerade schlagfest. Die modernen Kunststoffe wie G 10, Micarta oder Neopren sind praktischer. Ihnen macht Hitze und Kälte nichts aus, sie sind säurefest und werden bei nassen Händen nicht rutschig.

Klingenstahl

Moderne Klingenstähle sind sehr leistungsfähig. Bei einem Top-Stahl, dazu zählen hauptsächlich die pulvermetallurgisch hergestellten CPM-Stahlsorten, kann der Jäger ohne Weiteres eine ganze Saison lang sein Wild versorgen, ohne die Klinge nachzuschärfen. Diese Superstähle haben jedoch auch den Nachteil, dass sie sehr schwer zu schärfen sind.

Es wird Diamantwerkzeug benötigt, um hier zum Erfolg zu kommen. Dazu kommt der hohe Preis einer CPM-Klinge. In der Praxis ist der Jäger daher mit einem guten Messerstahl, der noch problemlos mit herkömmlichen Werkzeugen geschärft werden kann, besser bedient. Auch mit einer ATS 34-Klinge lassen sich fünf bis sechs Rehe oder drei Sauen aufbrechen, bevor die Schärfe nachlässt, und die Klinge ist nach einigen Minuten Schleifarbeit wieder scharf.

Passende Scheide

Zu einem Jagdmesser mit feststehender Klinge gehört eine Scheide. Diese dienen dem Schutz des Trägers vor den Schneiden oder Spitzen eines Messers. Der Schutz muss so zuverlässig wie möglich sein. Ein am Körper getragenes Messer kann in ungünstigen Situationen, etwa einem Sturz, für den Träger gefährlich werden.
Deshalb müssen die Qualität des Materials und der Aufbau dieser Behältnisse stimmen und Schutz bieten. festes Leder bewährt. Moderne Kunststoffe wie Cordura werden vermehrt eingesetzt, haben aber den Nachteil, dass hier zum sicheren Halt ein Riemen mit Öse benötigt wird. Lederscheiden lassen sich als Stecklederscheiden konzipieren.

Diese halten das Messer auch ohne zusätzliche Sicherungsmaßnahmen fest. Das Leder für eine Messerscheide sollte fest, fast hart, dicht und nicht unter 2,5 mm dick sein. Die Innenseite muss feinfaserig, dicht und trocken sein. Eine mit Fett oder Appretur beschichtete Innenseite hat den Nachteil, dass sich Stauboder Sandkörnchen in der Lederoberfläche festsetzen und Kratzer an Klinge und Griffteilen des Messers hinterlassen.
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24.11.2011 09:40