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Die Selbstladebüchse Sauer 303 ist ein
hochmoderner Jagdselbstlader mit
Handspannung und überragendem
Abzug. Bei den Selbstladebüchsen gibt
es grundsätzlich zwei Arten. Die eine
arbeitet, wie die Sauer 303, mit langem
Schubgestänge, das mit dem Verschlussträger
verbunden ist. Der Nachteil
besteht in den Erschütterungen, die das
arbeitende Schubgestänge und die Verschlussfeder
unter dem Lauf verursachen.
Es bilden sich Schwingungen, die
sich auf Gehäuse und Lauf übertragen
können. Das beeinträchtigt grundsätzlich
die Präzision. Dafür arbeiten diese
Systeme sehr zuverlässig, wenig verschmutzend
und verschleißarm. Sie
funktionieren praktisch mit den unterschiedlichsten
Laborierungen eines
Kalibers. Die Verschmutzung ist gering
und Gasdichtringe, die ausgetauscht
werden müssen, gibt es nicht. Es handelt
sich um ein sehr zuverlässiges System,
das problemlos sehr hohe Schusszahlen
verkraftet. Die Gegenstücke sind etwa die AR10/16 Systeme von Stoner, bei denen das Gas direkt auf den Verschluss wirkt. Ein Schubgestänge ist nicht vorhanden. Die Verschlussfeder sitzt im Hinterschaft. Diese Systeme gelten als hochpräzise und erbringen in der Regel eine sehr hohe Schussleistung. Der Nachteil ist, dass sie stets gut gereinigt werden müssen. Der Verschmutzungsgrad ist hoch. Außerdem sind nach ein paar tausend Schuss Gasdichtringe und andere Verschleißteile zu tauschen. Die Zuverlässigkeit ist nicht so hoch wie bei vorgenanntem System. Schließlich gibt es noch ein Short-stroke-System, das ebenfalls ohne lange Schubstangen auskommt. Ein kurzer Kolben wirkt direkt auf den Verschlussträger. Waffen mit diesen Systemen erbringen ebenfalls höchste Schussleistung. Aber auch sie muss man stets gut reinigen. Das Heckler und Koch G3 System mit Rollenverschluss arbeitet wiederum etwas anders. Es hat im Patronenlager eingefräste Rillen für den Gasfluss.
Sauer S303 GTI
Bei der Sauer wird am Vorderschaftende Gas aus dem Lauf abgezapft, das einen kurzen Gaskolben antreibt, der auf die beiden Verschlüsse wirkt und sie zusammen mit dem Schubgestänge nach hinten drückt. Der Drehwarzenverschluss wird in der Verschlusskulisse am Lauf entriegelt. Das Verschlussgewicht stößt an einen Kunststoffpuffer an. Der Verschlussträger mit Drehwarzenverschluss (sechs Warzen in zwei Reihen, Drehwinkel 60°) fährt zurück, zieht die Hülse aus und wirft sie aus. Beim Zurückgleiten des Verschlusses wird der Schlaghebel gespannt (nur im gespannten Zustand bei der Handspannung). Die Verschlussfeder unter dem Lauf drückt den Verschluss nach vorne. Er nimmt aus dem Magazin eine Patrone mit und verriegelt wieder. Der Stoßboden ist zurückversetzt und beinhaltet den Auswerferbolzen. In einer Warze sitzt der kleine Auszieher.Smart Tube nennt Sauer die Gassystem-/ Schubgestängeanordnung, die größtmöglich unabhängig vom Lauf ist. Laut Sauer sind Gasentnahme, Verschlussgewichtführung und Vorderschaftbefestigung eins. Somit soll der Wiederladevorgang keinen Einfluss auf den Lauf haben. Der Lauf schwingt frei. Sicherlich ein Garant für hohe Schussleistung.
Gesetzeskonform ist der Selbstlader mit 2-Schuss-Magazin ausgestattet. Fünf-Schuss-Magazine sind erhältlich. Das Magazin wird per Druckknopf entriegelt und springt heraus. Die Waffe hat n a c h 1 mm Vorzug einen sehr trocken stehenden Flintenabzug, der nach 1.650 g Widerstand auslöste. Ein hervorragender Abzug für eine Selbstladebüchse. Die Sauer 303 GTI hat ein Handspannerschloss. Vor dem ersten Schuss ist der Spannschieber auf der Gehäuserückseite hochzuschieben, was problemlos sowie geräuscharm geht.
Zum Entspannen ist ein Druckbolzen im Spannschieber einzudrücken. Bei nicht vollkommen verriegeltem Verschluss verhindert die automatische "IntraLock" Schlagbolzen-Sicherung eine Schussauslösung. Die Waffe hat ein Aluminiumgehäuse, das kratzfest, schwarz harteloxiert wurde. Auf dem Gehäuse sind vorne drei und hinten zwei Quernuten (Art Weaverprofil) für die ISI-Mount angebracht. Das Abdeckblech des Verschlusses erhielt einen Sonnenschliff. Am Gehäuse befindet sich noch griffgünstig die Verschlussentriegelung.

