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Soll eine Repetierbüchse mit Holzschaft wirklich bei allen
Witterungsverhältnissen konstant gut schießen, kommt man
um eine Bettung des Systems eigentlich kaum herum. Viele
Waffenhersteller berücksichtigen dies bereits und liefern ihre
Waffen bereits ab Werk mit einer Schafteinlage aus Aluminiumblöcken
oder Kunstharz aus. Das System liegt dann mit
seiner Unterseite in einem genau ausgeformten Bett und die
Rückstoßkräfte werden gleichmäßig auf den Schaft übertragen.
Das sorgt für eine gute und vor allem gleichmäßige
Schussleistung über einen langen Zeitraum. Wichtig ist der
wirklich spannungsfreie Sitz des Systems im Schaft.
Spannung pur
Eine Büchse, deren System unter Spannung steht, wird nie wirklich präzise schießen. Um zu sehen, ob ein System unter Spannung steht, werden die beiden Systemschrauben abwechselnd gelöst. Wenn nur eine Schraube losgedreht wird, darf sich das System nicht aus dem Schaftbett heben. Wenn es sich hier bereits bewegt, ist Spannung vorhanden und diese muss beseitigt werden. Das kann durch eine einfache Nacharbeitung des Systembettes im Schaft geschehen, also reine Holzarbeiten oder durch eine echte Systembettung. Die geläufige Methode ist das Ausgießen des Systembettes mit einer speziellen Kunstharzmasse. Vorher muss natürlich Holz weggestochen werden, um Platz für den Kunststoff zu schaffen. Eine Kunstharzbettung ist eigentlich Sache für den Büchsenmacher und ein kostbarer Nussbaumschaft ist schnell vermurkst. Wer über handwerkliche Fähigkeiten verfügt, kann das mit den heute erhältlichen Bettungs-Kits selbst machen. Anhand des Brownell Bettungs-Kits wird nachfolgend die Arbeitsweise bei einer Systembettung beschrieben. Grundsätzlich funktioniert dies mit der Bettungsmasse anderer Hersteller genauso.
Brownells Kit zur Systembettung
Das amerikanische Unternehmen Brownell, Spezialist für Waffenzubehör und Büchsenmacherwerkzeuge, bietet einen Bettungs-Kit an, der einfach zu handhaben ist und alles enthält, was zur Bettung eines Büchsensystems notwendig ist. Mit diesem Set soll es auch dem handwerklich begabten Laien möglich sein, eine Systembettung herzustellen oder Schaftreparaturen durchzuführen. Kleber und Härter befinden sich in zwei getrennten Tuben Zum Set gehören auch Trennmittel, Spatel zum Einbringen der Masse und ein Hilfswerkzeug, um die Tuben bequem einzurollen. Das eigentliche Harz ist weiß, der Härter dagegen dunkelbraun. Beim Mischen entsteht eine schöne brauneFarbe, die zu mittelbraunen bis dunklen Schafthölzern gut passt. Das eigentliche Kunstharz wird durch die Lagerung hart und, um es aus der Tube zu bekommen, sollte die Tube in heißes Wasser gelegt werden. Zuvor sind zunächst einige Arbeiten am Systembett im Schaft erforderlich.

