Bei den Langwaffen setzt man in den USA nach wie vor auf traditionelles Equipment. Bei den Büchsen gibt es da nicht viel Neues. Entweder Waffen mit Art Remington 700er System oder aber solche nach Mauser 98 bzw. dem ähnlichen Winchester 70 pre-64 System. Modellpflege und Detailverbesserungen sind die Folge.
Von Handspannerschlossen oder gar einem Geradezugsystem will der Durchschnittsjäger nichts wissen. Damit ist er weder vertraut, noch möchte er sich mit dieser Technik auseinandersetzen. Viel wichtiger als Neuerungen war auf der Shot Show der Preis. Schließlich handelt es sich bei den amerikanischen Jagdwaffenherstellern um Industriebetriebe mit entsprechendem Ausstoß, der bei einigen Unternehmen weit mehr als 100.000 Jagdwaffen im Jahr beträgt. Da muss bei den Händlern was umgesetzt werden, und das kann derzeit nur über günstige Preise erfolgen. Repetierbüchsen, die für rund 350 US-Dollar über den Ladentisch gehen, gab es auf der Shot Show einige zu sehen. Abspecken und Produktionsoptimierung lautet da die Devise. Einen wahren Boom erlebt das Schießen mit der Flinte. Egal ob American Trap, Skeet oder Parcours – das Wurfscheibenschießen hat hohen Zulauf und viele Eltern fördern ihre Kinder bei diesem Sport. Auch die Jagd mit der Flinte erfreut sich großer Beliebtheit. Das gilt für die Feld- und Hühnerjagd genauso wie für die Wasserwildjagd. Nahezu alle Hersteller wollen vom Flintenboom sich einen Anteil sichern. Auch damit, dass sie Flinten anderer Hersteller kaufen und unter eigenem Namen vermarkten. Selbst der Kurzwaffenhersteller Smith & Wesson hat Flinten im Programm. Ansonsten fiel auf, dass der Bedarf an AR15 Selbstladebüchsen nicht befriedigt werden kann. Auf der Shot Show gab es noch nie so viele Anbieter für diesen Waffentyp. Die Modelle reichen von Verteidigungswaffen über Sportwaffen bis hin zu Jagdwaffen in Camouflage. Alle Hersteller dieser Waffen haben ihre Jahresproduktion für 2009 längst ausverkauft. Einige auch schon die für 2010.
GrößerShot Show 2009
Massenware
In Amerika wird einiges getan, um die Wirtschaftskrise zu überwinden. Auf der Shot Show in Orlando zeigten die Hersteller Mitte Jänner wenig Neues und setzen eher auf günstige Produkte und Optimierung. St. Hubertus hat sich vor Ort umgesehen.
Remington
Der Repetierer 700 XHR hat ferner eine Super-Cell-Schaftkappe, die den Rückstoß optimal dämpfen soll. Ferner wurden die Metallteile gegen Korrosion geschützt. Mit wesentlich stärkerem Triangular Lauf gibt es den neuen Varmint Repetierer 700 VTR. Natürlich ist der 22 Zoll lange Varmintlauf stark gehalten und hat an der Mündung eine Mündungsbremse, die praktisch den Hochschlag eliminiert, so dass man beim bzw. nach dem Schuss bestens das Ziel im Auge behalten kann. Der Schaft des neuen Modells ist sandfarben meliert und besitzt ebenfalls Gummieinlagen. Im Vorderschaft findet man Ventilationsschlitze. Die Varmintbüchse gibt es in .223 Rem. und .308 Win.
Einen schwarzgrauen Kunststoffschaft mit hellgrauen Gummieinlagen besitzt das neue Varmintmodell 700 VSF mit Stainlesssystem und geflutetem Stainlesslauf. Dieser ist 26 Zoll lang und hat einen Mündungsdurchmesser von 20,8 mm. Der Vorderschaft weist ebenfalls Ventilationsschlitze auf. Diesen Repetierer gibt es in .17 Rem. Fireball, .204 Ruger, .223 Rem., .22-250 Rem. und .220 Swift. In den Kalibern .270 Win., .30-06 Springfield, 7mm-08 Rem. und .300 Win. Mag. Weiterhin gibt es das Modell 700 SBS mit schwarzem Synthetik-Schaft in echter Linksausführung.
Bei den Repetierern gibt es 2009 die limitierten Sonderauflagen 700 CDL (Nussbaumschaft mit Stainlesssystem/-lauf) im Kaliber .257 Roberts und das Modell 700 XCR Camo Rocky Mountain Elk Foundation Edition (Camouflage-Kunststoffschaft mit Stainlesssystem/-lauf) im Kaliber 7mm Rem. Ultra Magnum. Den zahlreichen Vorderschaft- und Selbstladeflinten von Remington verpasste man die Supercell-Schaftkappe, die den Rückstoß um bis zu 54 Prozent reduzieren soll. Die Schaftkappe besteht aus Millionen kleinen Zellen, die die Rückstoßminderung bewirken sollen. Zu dieser Schaftkappe wird ein Kit aus verschieden starken Kunststoffzwischenlagen angeboten, mit denen man die Schaftlänge verändern kann.
Bei den Vorderschaftrepetierflinten ist das Modell 887 Nitro Mag. (12/89) neu, das es mit schwarzgrauen und camouflagefarbenem Kunststoffschaft gibt. Die Flinte mit sehr guter Balance wurde für extreme Wetterverhältnisse optimiert. Remington nennt sein System Armor Lokt. Sowohl das Gehäuse als auch der Lauf werden von einem Polymermantel umgeben. Dieser Kunststoffschutz verhindert, dass an das Metall Feuchtigkeit dringt und es korrodiert. Die Flinten eignen sich vor allem zur Wasserwildjagd. Sie haben ein Hi-Viz-Visier, dessen Fiberglaskorn bei schwindendem Licht gut sichtbar ist. Zahlreiche Vorderschaftrepetierflinten werden mit kurzen Schäften für Jugendliche oder kleine Erwachsene angeboten.
Ruger
Die neue M77 Hawkeye Ultra Light hat einen Walnussschaft mit Edelholzabschluss und einen dünnen, 50 cm langen Lauf. Den Leichtrepetierer gibt es von .223 Rem. bis .30-06 Springfield in zahlreichen Kalibern. Er wiegt rund 2,8 kg und ist 102 cm lang.
Gleich schwer und lang ist der Hawkeye-Al-Weather-Ultra-Light aus Stainlessstahl mit Kunststoffschaft. Ein Kompaktmodell in Kurzkalibern wie .223 Rem., .243 Win., .260 Rem., .308 Win. oder 6,8 mm SPC ist nur 90 cm lang und 2,6 kg schwer, allerdings bei einer Lauflänge von nur 42 cm. Diesen Kompaktrepetierer gibt es sowohl in brünierter Ausführung mit Walnussschaft als auch aus Stainlessstahl mit Schichtholzschaft. Hawkeye Repetierer gibt es auch in den neuen Kalibern .300 RCM. .338 RCM (in Kurzsystemen) sowie der .375 und .416 Ruger.
Der neue Repetierer M77-Hawkeye-Sporter hat einen 22 bzw. 24 Zoll langen Stainlesslauf und einen schlanken Schichtholzschaft.
Der neue Hawkeye Predator hat einen starken Stainless-Varmintlauf und einen auffällig gemaserten Schichtholzschaft. Er hat einen Abzug mit Vorzug und sehr geringem Widerstand. Ihn gibt es nur in .204 Ruger, .223 und .22-250 Rem.
Als Stutzenausführung mit 47 cm langem Lauf gibt es den Hawkeye nun auch in den Kalibern .243, .270 und.308 Win. sowie in .30-06 Springfield. Die Tactical-Ausführung des Hawkeye hat einen starken Matchlauf sowie einen Kunststoffschaft mit griffiger Gummioberfläche von Hogue. Die Waffe mit einem Matchabzug mit Vorzug wird mit Harris-Zweibein geliefert. Sie ist in .223 Rem., .243 Win. und .308 Win. erhältlich.
In der Blockbüchse Ruger No. 1 gibt es 2009 einige neue Kaliber wie .300 RCM, .338 RCM, .375 Ruger oder .416 Ruger.
Marlin
Der für seine Unterhebelrepetierer bekannte Hersteller Marlin zeigte seine neuen Repetierer mit Drehzylinderverschlüssen, die sich X7 nennen. Geboten wird ein solider Repetierer mit 2-Warzen-Verschluss im Hülsenkopf und gefluteter Kammer. Das System ist Pillar gebettet und der Lauf im Knopfdruckverfahren gezogen. Die Repetierer sind mit einer rückstoßabsorbierenden Schaftkappe ausgerüstet. Das Pro-Trigger-System arbeitet mit einer Abzugssicherung à la Glock. Der Abzugswiderstand liegt bei rund 1.000 g. Die neuen Repetierer gibt es in .270 Win., .30-06 Springfield sowie mit Kurzsystem in .243 Win., 7mm-08 Rem. und .308 Win. Die Lauflänge beträgt 56 cm, und das Magazin fasst vier Patronen. Die Repetierer gibt es mit schwarzen oder camouflage Kunststoffschäften sowie einem Walnussschaft oder mit einem Schichtholzschaft. Sie wiegen zwischen 2,8 und 2,95 kg. Für die Marlin Lever Action Repetierer in brünierter Ausführung mit Hartholzschaft sowie in Stainless mit Schichtholzschaft gibt es das Kaliber .338 Marlin Express neu.
Der neue Unterhebelrepetierer 1895SBL in .45-70 Gov. hat einen 47 cm langen Lauf. Die Waffe aus Stainlessstahl mit Schichtholzschaft hat einen vergrößerten Unterhebel zum schnellen Repetieren, eine lange Weaverschiene bis Laufmitte und ein Lochvisier.
Der neue Unterhebelrepetierer 1895SBL in .45-70 Gov. hat einen 47 cm langen Lauf. Die Waffe aus Stainlessstahl mit Schichtholzschaft hat einen vergrößerten Unterhebel zum schnellen Repetieren, eine lange Weaverschiene bis Laufmitte und ein Lochvisier.
Savage Arms
Den Savage Repetierer 114 American Classic gibt es nun auch in den Kalibern .250 und .300 Savage mit Kurzsystem. Er hat einen Walnussschaft mit Edelholzabschluss, einen 56 cm langen brünierten Lauf und wiegt nur 3,18 kg.
Die neuen Repetierer Modell 10 Predator kommen vollkommen tarnfarben. Im Spezialverfahren wurden Schaft, Lauf und Verschluss beschichtet. Der hauchdünne Überzug ist extrem kratzfest und schützt vor Korrosion. Die Repetierer haben einen Zweiwarzenverschluss und den Accu-Trigger (ähnlich Glock).
Den neuen Repetierer Modell 111 FCNS gibt es mit langem und kurzem System in zahlreichen Kalibern. Er kommt in brünierter Ausführung und ist mit Steckmagazin oder Magazinklappe erhältlich. Das besondere ist der schwarze Kunststoffschaft Accu-Stock mit einem dreidimensionalen Bettungssystem. Im Schaft befindet sich ein Alubettungsblock, der im Vorderschaft sich mit einer Schiene fortsetzt. Das System wird sicher mittels Schrauben festgehalten, und der Rückstoßstollen findet ein präzises Lager. Im Gegensatz zu anderen Systemen werden die Seiten des Innenschaftes im Systembereich mit einer Aluminiumwand verkleidet. Somit wird die Hülse auch seitlich gebettet.
Winchester Repeating Arms
Das Modell Ultimate Shadow ist auch wieder im Programm. Der Extreme Weather SS Repetierer hat einen Kunststoffschaft und Stainlesssystem sowie einem gefluteten Stainlesslauf. Die Kaliberwahl reicht von der .22-250 Rem. bis zur .338 Win. Mag. und schließt alle WSM-Kaliber ein, nicht aber die WSSM-Kaliber.
Beim Repetierer Coyote-Light handelt es sich um eine Waffe mit Bell und Carlson Synthetic-Schaft mit Alubettungsblock und geflutetem Stainlesslauf. Das System ist brüniert. Der Schaft hat vorne Ventilationsschlitze. Wirklich neu an den Traditionsrepetierern ist das M.O.A. Trigger-System. Man ging weg vom 98er Abzug hin zu einem Abzugssystem in einem Gehäuse mit günstigerer Mechanik und Hebelwirkung für ein niedrigeres Abzugsgewicht. Die Feder wurde im Electroless Nickel Verfahren behandelt und mit Teflon beschichtet. Alle anderen Teile, einschließlich Gehäuse, bestehen aus Stainlessstahl. Der Abzug kann in Widerstand und Triggerstopp justiert werden.
Winchester setzt ferner auf Nostalgie und honoriert Theodore Roosevelt zum 100. Jahrestag seiner berühmten Afrika-Safari. Es gibt zwei Sondermodelle 1895 im Kaliber .405 Win. mit jeweils reichhaltiger Gravur mit Goldeinlagen. Die Waffen kommen im Safari-Koffer mit Roosevelt’s "African Game Trails".
Bei den Bockflinten ist das Modell 101 Field mit Wechselchokes und schwarzem Kasten neu. Eine Basisflinte in 12/76 mit 66 oder 71 cm langen Läufen. Der Selbstladeflinte Super-SX3 in 12/89 verpasste man anstatt eines schwarzen einen grauen Kunststoffschaft und nennt sie Grey-Shadow – schon hat man ein neues Modell.
Browning
Bei den Repetierbüchsen setzt Browning 2009 auf die neuen X-Bolt Modelle. Die X-Bolt Repetierer gibt es in zig Modellen und zahlreichen Kalibern von der .223 Rem. bis hin zur .338 Win. Mag., einschließlich der WSM-Kaliber. Die Repetierer haben einreihige Steckmagazine, eine Kammerentriegelungstaste auf dem Kammerstängel sowie dank Dreiwarzenverriegelung einen 60-Grad-Öffnungswinkel. Die Schaftkappe Inflex-Technology sorgt für Rückstoßdämpfung. Das X-Lock Zielfernrohrmontagesystem erlaubt eine einfache aber sehr solide Zielfernrohrmontage. Der Feather-Trigger soll trocken stehen und besteht aus verchromtem Stahl. Er ist im Abzugsgewicht von 1,3 bis 2,3 kg justierbar. Die X-Bolt Repetierer gibt es mit verschiedenen Nussbaumschäften in brünierter Ausführung oder aus Stainlessstahl. Es gibt ebenso Modelle mit schwarzen Kunststoffschäften. Diese sind ebenfalls brüniert oder in Stainless zu haben.
Weatherby
Den Vanguard Repetierer in den Ausführungen Axiom-Big-Game und Axiom-Varmint hat einen Knorex-Kunststoffschaft, bei dem der Lauf freiliegt. Der Vorderschaft besteht nur aus niedriger Auflage. Der Hinterschaft mit Pistolengriff ist am vorderen Schaftteil festgeschraubt. Der Hinterschaft kann auf einem Rohr um etwa zehn cm in der Länge variiert werden – vom Prinzip her wie der Schaft am M4 (US-Sturmgewehr). Der Schaft besteht aus Polymer und Aluminium und soll den Rückstoß gut absorbieren.
Nosler
Nosler fertigt nun seinen Repetierer neben dem Kurzsystem mit einem Standardsystem. Der sehr leichte, aber hochpräzise Repetierer Modell 48 ist mit Kunststoff- oder Holzschaft in .22-250 Rem., .260 Rem., 7mm-08 Rem., .308 Win., .280 Ackley IM, 6,5-284 Norma und .338 Federal sowie allen WSM-Kalibern erhältlich.
Optik
Größer
Seit mehr als einem Jahrzehnt war die Optikindustrie der Anführer in Sachen Neuheiten. Das konnte man auf der Shot Show 2009 nicht behaupten. Es hatte eher den Anschein eines Stillstandes. Das ist auch nicht verwunderlich, denn die technisch realisierbaren Möglichkeiten sind für Produkte der Jagdoptik ziemlich ausgereizt. Mit dem, was derzeit am Markt angeboten wird, kann man alle Praxisanforderungen bestens abdecken. Schon geringste Innovationen oder Verbesserungen bei der Optik kosten enorme Beträge, die kaum ein Verbraucher bezahlen wird. Der Jäger liebt natürliche Bilder, schließlich sucht er ja unverdorbene Natur. Ferner möchten Jäger nicht gerne von energiebetriebenen Geräten abhängig sein. Restlichtverstärker, Wärmebildbeobachtungs- bzw. -zielgeräte oder gar digitale Zielgeräte mit Bildschirm entsprechen nicht dem Geschmack. Ferner sind solche Geräte in der Regel zur Jagd verboten oder gar Handelsbeschränkungen unterworfen. Trotzdem gab es auf der Shot Show eine Premiere, die Innovation und technische Meisterleistung zugleich in sich verkörpert. Die Neuheit kommt von Leica und nennt sich Geovid Light Speed. Es handelt sich um ein Fernglas 8 x 56 im Stil des Geovidglases. Die Technik befindet sich zum Teil in einem auf dem Gehäuse integrierten Kästchen. Darin sind auch Batterien untergebracht. Besitzt man zwei solcher Gläser und schauen sich zwei Beobachter gegenseitig an, dann können sie miteinander kommunizieren. Dazu ist ein "Headset" anschließbar. Neben Sprache kann man auch Bilder übertragen, wenn man beispielsweise eine Digitalkamera anschließt. Die Datenübermittlung erfolgt auf einer Distanz von bis zu drei Kilometern mittels Lichtwellen. Bei rund 12.000 Euro für zwei solcher Gläser ein teurer Spaß.
Käufer wird man bei Militär und Polizei finden, denn diese Kommunikationsmöglichkeit ist abhörsicher.
Leica stellte noch die Zielfernrohre ER 2,5-10 x 42 und 3,5-14 x 4 mit 30 mm sowie sehr langem Mittelrohr vor.
Gutes findet immer Nachahmer. So sprießen Zielfernrohre mit mehr als 4-fachem Variobereich wie Pilze aus dem Boden. Verschiedene Hersteller, vor allem solche aus Fernost, bieten Zielfernrohre mit 5-, 6- und sogar 10-fachem Zoomfaktor an. Darunter einige gute Modelle, aber auch Ramsch. An Swarovskis Z6 (i) kam auf den ersten Blick keines dieser Zielfernrohre heran.
March
Die weltberühmten March Zielfernrohre aus Japan werden von vier Ingenieuren in Handarbeit montiert. Nur zwölf Stück werden in der Woche gefertigt. Mit diesen Zielfernrohren wurden die Benchrestweltmeisterschaften gewonnen. Neben den fixen Modellen 40 x 52, 50 x 52 und 60 x 52 gibt es die Jagdzielfernrohre mit bis zu zehnfachem Zoomfaktor. Das 10-60 x 52 wiegt nur 720 g, hat 1/8 MOA-Absehenverstellung, niedrige Targettürme mit Schutzkappen, Parallaxenausgleich und rund 10 cm Augenabstand. Das March 5-32 x 52 ist 710 g schwer und hat dieselbe Ausstattung. Geboten werden 20 Grad subjektives Sehfeld. Die Optik ist brillant mit hohem Kontrast und vor allem gestochener Schärfe. Weiterhin bietet March noch die Zielfernrohre 2,5-25 x 42 und 1-10 x 25 mit 10-fachem Zoomfaktor. Sicherlich ist letzteres ein ideales Drückjagd-Zielfernrohr, das zugleich auch für die Pirsch verwendbar ist. March Zielfernrohre sind alles andere als Billigprodukte.
Bushnell
Größer
Bushnell hat Zielfernrohre mit 6,5-fachem Zoomfaktor im Programm. Das Elite 6500 4,5-30 x 50 ist ein typisches Allround-Zielfernrohr für Pirsch und Ansitz, wenn auch auf weite Entfernungen geschossen werden muss. Es hat einen Parallaxenausgleich am Mittelrohr und Dioptrienschnellverstellung. Es ist mit ballistischem Absehen lieferbar. Für Drückjagd und Pirsch eignet sich das Elite 6500 1,25-8 x 32, ein sehr kompaktes, leichtes Zielfernrohr mit rund 12,5 cm Augenabstand. Damit ist es für rückstoßstarke Büchsen ideal. Das Elite 6500 2,5-16 x 50 ist ein Allroundzielfernrohr für Pirsch und Ansitz. Es deckt praktisch alle Jagdmöglichkeiten ab. Der handgroße Laserrangefinder Bushnell 1200 ARC misst Entfernungen bis 1.100 m. Er hat ein eingebautes Ballistik-Programm, bei dem man verschiedene Flugbahnkurven sowie die Fleckschussentfernungen 100, 150, 200 oder 300 Yards wählen kann. Auch ein Programm, das Winkelschüsse kompensiert ist vorhanden.
Neu ist das Zoom-Fernglas 8-16 x 42 mit mittigem Durchgriff und Rain Guard Beschichtung gegen Außenbeschlag von Okular und Objektiv. Die Dachkantprismen sind phasenkorrigiert. Für die Pirsch bietet Bushnell ein 7 x 36 in Camouflage sowie mit mittigem Durchgriff an.
Weaver
Größer
Weaver zeigte seine neuen Super-Slam-Zielfernrohre mit 5-fachem Zoomfaktor. Es werden die Modelle 2-10 x 42, 2-10 x 50, 3-15 x 42, 3-15 x 50 (Foto oben) und 4-20 x 50 geboten. Die Zielfernrohre ab 3-15 x 42 haben einen seitlichen Parallaxenausgleich. Die Weaver Super-Slam-Zielfernrohre gibt es mit Absehen in der 1. und 2. Bildebene wahlweise. Ebenso sind die 5-fach-Zoom Zielfernrohre mit und ohne Leuchtabsehen erhältlich. Das Absehen 4 steht neben Plex und ballistischen Absehen zur Auswahl. Die Weaver Zielfernrohre haben eine helle kontrastreiche und gestochen scharf abbildende Optik und einen 10 cm Augenabstand. Die Sehfelder fallen gering aus, und die Gewichte liegen zwischen 650 und 780 Gramm.Burris
Größer
Burris bietet Zielfernrohre mit sechsfachem Zoomfaktor an. Es handelt sich um die Six-X-Series Zielfernrohre 2-12 x 40 und 2-12 x 50. Die Zielfernrohre ohne Leuchtabsehen haben mit über 11 cm einen riesigen Augenabstand. Die wasserdichten Zielfernrohre haben eine Schnellfokussierung und gummiarmierte Vergrößerungswechsler. Die voll vergütete Optik liefert ein kontrastreiches helles und scharfes Bild. Die Mittelrohre sind 30 mm stark. Das maximale Sehfeld liegt bei rund 17 m auf 100 m. Die Burris Zielfernrohre kosten etwa die Hälfte des vergleichbaren Swarowski Zielfernrohrs. Für Europa sind besonders die Euro Diamond Zielfernrohre 1,5-6 x 40, 3-10 x 40, 2,5-10 x 50 und 3-12 x 50 interessant, die beleuchtete Absehen haben. Die Dimmeinrichtung liegt griffgünstig am Mittelrohr. Extrem robust ist das neue Burris Zielfernrohr 1,5-6 x 40 mit Targettürmen und speziellem ballistischen Absehen für die .308 Win. Das Absehen ist beleuchtbar. Für das sportliche Schießen, aber auch die Rehwildjagd eignet sich das neue Zielfernrohr 6-24 x 50. Für Rotpunktvisiere eignet sich der AR-Tripler, der bei Hinterschaltung aus einem Rotpunktvisier ein dreifach vergrößerndes macht. Das Prismenvisier AR-332 mit 3-facher Vergrößerung ist eine Art Mini-Zielfernrohr in Rotpunktvisiergröße mit beleuchtetem Absehen (rot oder grün wählbar).
Burris gefallen offensichtlich Swarovski Produkte, denn zumindest äußerlich kopierte man die EL-Ferngläser von Swarovski. Die Burris Euro Diamond Ferngläser 8 x 42, 10 x 42 und 12 x 50 haben einen mittigen Durchgriff und eine grün-schwarze Gummiarmierung ebenso wie Innenfokussierung und Drehaugenmuscheln. Die Optik wurde voll vergütet (siehe Foto unten).
Leupold
Größer
Leupold ist sicherlich der Weltmarktführer in Sachen qualitativer Zieloptik. Jährlich verlassen über 200.000 Zielfernrohre das Werk in Beaverton (Oregon). Wirklich praktisch ist der neue Leupold Laserrangefinder RX-1000 mit ballistischem Programm. Der nicht mal handgroße Laserentfernungsmesser ist mit 221 g sehr leicht. Wesentlich verbessert wurde die Optik des 6 x 22 Monokular. Man erhält ein helles kontrastreiches und sehr scharfes Bild. Die Entfernung kann bis zu 914 m weit gemessen werden. Es wird aber nicht nur die Entfernung deutlich im Okular angezeigt, sondern auch ballistische Daten wie Tiefschuss oder bei Winkelschüssen die True-Ballistic-Range (Entfernung wie bei waagerechtem Schuss). Man kann aus unterschiedlichen Flugbahnkurven wählen. Auch die Windabdrift ist ablesbar. Ebenso kann zwischen First- und Last-Target-Mode gewählt werden. Der Rangefinder hat Brillenträgerokulare und ein Sehfeld von 97,5 m auf 1.000 m Entfernung.
Die VX-3 Zielfernrohre hat man in Mechanik und Optik verbessert, wobei teilweise die Technik der VX-7 Zielfernrohre übernommen wurde. Ein neues Federsystem sorgt für höchste Schussfestigkeit und stets gleich bleibende Treffpunktlage und ferner für eine hochpräzise, stets wiederholgenaue Absehenverstellung. Um 30 Prozent wurde die Federkraft verstärkt. Die meisten Modelle haben eine Dioptrienschnellverstellung. Das Rohr aus 6001-T6 Aluminium wurde verstärkt. Für die Absehenverstellung sind individuelle Ringe zur Absehenschnellverstellung auf verschiedene Entfernungen erhältlich. Die Zielfernrohre haben Linsen mit schwarzer Beschichtung am Rand, um Reflexe zu vermeiden.
Die Optik und Diamond 2 Vergütung wurden verbessert, um ein wirklich brillantes Bild mit extremer Schärfe zu erhalten. Die Lichttransmission wurde erhöht und die Erkennbarkeit bei Nacht oder später Dämmerung über die Vergütung verbessert. Die Außenflächen von Objektiv und Okular sind kratzfest beschichtet und lassen Wasser abperlen. Die Zielfernrohre sind mit Argon-Krypton Gas gefüllt.
Die VX-3 Zielfernrohre lösen die VX-III Zielfernrohre ab. Die Modellpalette von 1,5-5 x 20 bis zum 6,5-20 x 56 wurde beibehalten.
Es gibt auch fixe Zielfernrohe wie FX-3 6 x 42, 12 x 40 oder 30 x 40. Die Zielfernrohre gibt es mit und ohne Leuchtabsehen. Die Absehen liegen in der 2. Bildebene. Zielfernrohre mit über 12-facher Vergrößerung haben einen Parallaxenausgleich am 30-mm-Mittelrohr.
Erhältlich sind neben den üblichen Absehen auch ballistische Absehen für unterschiedliche Entfernungen. Neu ist noch das Mark 4 Zielfernrohr 4,5-14 x 50 mit Absehen in der 1. Bildebene. Dies wird vor allem zum Entfernungsschätzen etwa mit Mil-Dot-Absehen bevorzugt, da die Punkteabstände bei allen Vergrößerungen gleich sind. Das Zielfernrohr hat Targettürme und seitliche Parallaxenverstellung.
Nikon
Größer
Nikon widmet drei neue Zielfernrohre der Afrika-Jagd. Sie eignen sich aber genauso für Drückjagden. Es sind dies die Zielfernrohre Monarch 1-4 x 20, 1,1-4 x 24 und 1,1-4 x 24 mit Leuchtabsehen. Die Zielfernrohre haben sehr stabile einteilige Rohre, die für viel Montagespielraum sehr lang sind. Die Absehen (Nr. 4) liegen in der 2. Bildebene. Die Zielfernrohre besitzen Dioptrienschnellverstellung und sind extrem schussfest. Die hochwertige Optik soll 95 % Lichttransmission haben und ein extrem scharfes flaches Bild erzielen. Der Augenabstand beträgt 10,4 cm (1-4 x 20) bzw. 9,4 cm (1,1-4 x 24) und das maximale Sehfeld 36 m (beim 1-4 x 20 = 32 m) auf 100 m. Damit liegen die optischen Daten im Spitzenbereich europäischer Zielfernrohre. Bei den Zielfernrohen sind noch die Modelle 4,5-14 x 40 und 3-9 x 40 Coyote Special neu, deren Absehen in der 2. Bildebene liegt. Das 4,5-14 x 40 hat einen Parallaxenausgleich am Mittelrohr. Die Zielfernrohe sind tarnfarben beschichtet. Die Schicht ist extrem kratzfest.
Die neuen Nikon Spektive EDG Fieldscope 20-60 x 85 und 16-48 x 65 mm haben wahlweise Gerade- oder Schrägeinblick. Wechselokulare mit 25- bzw. 30-facher Vergrößerung stehen zur Verfügung. Fokussiert wird in der Rohrmitte. Nikon setzt spezielles ED-Glas (Extra Low Dispersion) ein, um eine brillante gestochen scharf abbildende Optik zu erhalten. Die wasserdichten Spektive haben Brillenträgerokulare mit Drehaugenmuscheln. Sie sollen extrem farbtreu und sehr kontrastreich abbilden bei hoher Lichttransmission für ein helles Bild.
Die neuen Monarch X Ferngläser haben einen mittigen Durchgriff. Jedoch sind die beiden Brücken mit einem Stab verbunden, der die Stabilität erhöht, aber den Durchgriff beschränkt. Die Dachkantgläser 8,5 x 45 und 10,5 x 45 haben eine voll vergütete Optik, eine griffige Fokussierwalze für die Innenfokussierung, Drehaugenmuscheln und eine schwarze Gummiarmierung.
Nightforce
Nightforce zeigte ein sehr kurzes und kompaktes Zielfernrohr, das besonders für Bergjäger interessant ist. Bekanntlich sind die Nightforce Zielfernrohre ja extrem robust und widerstandsfähig. Das 2,5-10 x 32 NXS Compact wiegt 538 g und hat eine Absehenschnellverstellung mit niedrigen Türmen und einem seitlichen Parallaxenausgleich. Die Absehenverstellung hat einen Rückstellstopp auf die Einschießentfernung. Das Absehen liegt in der 2. Bildebene.
Beim Long Range Zielfernrohr NXS 3,5-15 x 50F1 liegt das Absehen in der 1. Bildebene, was das Entfernungsschätzen mittels Absehen erleichtert. Das Zielfernrohr mit Leuchtabsehen hat Targettürme und Parallaxenausgleich.
Beim Long Range Zielfernrohr NXS 3,5-15 x 50F1 liegt das Absehen in der 1. Bildebene, was das Entfernungsschätzen mittels Absehen erleichtert. Das Zielfernrohr mit Leuchtabsehen hat Targettürme und Parallaxenausgleich.
15.05.2009 12:56