Größer
Er ist groß und schwer, macht sich optisch aber klein. Er protzt nicht mehr,als sich kaum verhindern lässt,bietet
aber unmissverständliche Präsenz – auf
Parkplätzen wie Überholspuren. Man
sitzt hoch und sieht weit. Platz bietet er
ordentlich, aber nicht in der Form von
lieferwagenmäßig offenem Raum, sondern
mit verbindlicher Kompaktheit.
Dieser sportliche Zugang ist problematisch
spürbar bei der dominanten Mittelkonsole,
die kräftigen Herren in Winterausrüstung
leicht ein Gefühl der
Enge gibt. Auch auf der Rückbank und
beim Kofferraum werden keine Klassenrekorde
gebrochen, aber man hat deutlich
mehr Platz als in den deutschen
Oberklassen.
Revierfahrt
Die erste Frage beim neuen Touareg heißt: "Offroad-Paket 4x-Motion oder nicht?" Nur so bekommt man ein Reduktionsgetriebe und sperrbare Differenziale in der Mitte und hinten. Angewählt werden Offroad-Modus, Untersetzung und die Sperren über einen Drehschalter, daneben findet sich der Schalter für die Verstellung der Bodenfreiheit, die mit bis zu 30 cm viel Platz für Hindernisse bietet. Auch der Dämpfungsgrad ist bei der ebenfalls aufpreispflichtigen Luftfederung einstellbar. Das Offroad-Paket lässt sich auch mit der Start-Stopp-Automatik kombinieren. Im Fahrbetrieb filtert der Touareg das Gelände sehr lange weg, erst bei erhöhter Bodenfreiheit verhärtet das Fahrwerk so weit, dass man die Geschwindigkeit freiwillig anpasst. Langsame Passagen mit Verschränkungen meisterter erstaunlich sicher, wobei man den Sensoren immer etwas Zeit geben muss, den Untergrund zu erfühlen. Dann fährt der Touareg weiter, als ob nichts wäre, wobei man selbst ohne Gurt schon aus dem Sitz kippen würde. Für die meisten SUV gilt, dass sie mehr können, als die Fahrer jemals abrufen. Beim Touareg gilt das auch noch bei heftigen Offroad-Einsätzen.
