Alter Jagdfreund

Suzuki Jimny VX

Der Jimny ist der jüngste Spross einer langen Tradition kompakter Geländewagen von Suzuki. Die begann mit dem LJ80 und wuchs mit dem Vitara. Richtig kompakt und wendig im engen Waldrevier, leicht bergauf und bergab, das kann der Jimny am besten. Nicht umsonst kommt er quer durchs Land in fast jedem Revier vor.
Die Qual der Wahl stellt sich beim Jimny-Kauf nicht dramatisch ein. Es gibt einen Motor (ein quirliger 1,3-Vierzylinder- Benziner mit schlanken 85 PS), der seine Kraft über ein 5-Gang-Schaltgetriebe oder eine 4-Gang-Wandler- Automatik im Topmodell special verteilt. Er hat immer zwei Türen und eine seitlich angeschlagene Heckklappe. Witterungsbedingt hat sich das Cabrio nicht bei uns durchgesetzt. Es sind eine manuelle Klimaanlage gegen Aufpreis und Nebelscheinwerfer erhältlich. Beim Lack stehen zwei Grüntöne zur Wahl, wobei der dunkle den Vergleich recht klar gewinnt. Dann heißt es nur mehr: fahren und genießen.

Ein Auto fürs Grobe


Je schmäler der Weg, je schlechter der Untergrund, je steiler die Anfahrt, desto wohler fühlt sich der Jimny. Das Eigengewicht von knapp über einer Tonne entspricht einem Golf II der 1980er- Jahre und wie eine Ameise verträgt er fast 50 % Zuladung auf seinen vier Sitzplätzen und dem Kofferraum von 113 bis 816 l Volumen. Auch im Hängebetrieb hält er mit SUV mit (1.300 kg gebremst, 350 ungebremst). Der Vorderradantrieb wird elegant über Knopfdruck elektromechanisch bis 100 km/h zugeschaltet, ebenso die Getriebeuntersetzung im Stand.

Damit wird der Kleine zum Klettermaxe, der auch aus tiefsten Löchern einen Ausweg findet – selbst, wenn er sich aus dem Schlamm herausgraben muss. Hier stören keine steuernde Elektronik oder scheinbar schlaue Assistenten. Das Fahrwerk ist mit seiner hinteren Starrachse und den Trommelbremsen beruhigend klassisch gehalten. Hier bleiben auch in der Verschränkung die Räder am Boden und auch Tausende Geländekilometer machen ihn nicht weich. Auf der Straße merkt man seine Geländetalente und vor allem den geringen Radstand, aber man fährt nicht Jimny, um Rennen zu gewinnen, sondern um in jedem Gelände samt Ausrüstung von A nach B zu kommen. Wenn ein schwieriges Terrain dazwischenliegt, dann hat man auch richtig Spaß – vor allem, wenn schwere Geländewagen und SUV am Weg überholt werden. Dabei ist der Verbrauch moderat bei knapp acht Litern und die Beschleunigung ausreichend.

Es kommt nicht auf die Größe an …

3,57 m Außenlänge und 1,6 m Breite lassen innen nicht viel Spielraum für Großgewachsene, aber selbst die fühlen sich wohl umfasst. In kaum einem Auto neben dem Defender kann man so gut die Räder aus dem Fenster hängend beobachten und wahres Offroad-Feeling genießen, ohne gleich den Geldbeutel überzustrapazieren. Beim Paketangebot für wahre Geländenutzer, die ein modernes und geländetaugliches Auto wünschen, können weder der steinzeitlich-urige Lada Taiga noch der einfach-basische SUV Dacia Duster mithalten. Alle anderen Kandidaten kommen nur schwer gebraucht in den Preisbereich von 14.790 bis 17.490 €.

Fazit

Wer regelmäßig ins Gelände muss und wenige Überlandfahrten macht, findet vor allem in Waldrevieren keinen besseren Begleiter.

Charakteristik
Liebling, ich habe unseren Offroader geschrumpft.
24.06.2012 09:13

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