Entfernungsmesser

Moderne Geräte

Das Wissen über die tatsächliche Distanz bei etwas weiteren Schüssen entscheidet maßgeblich über ein gutes Abkommen und entsprechend waidgerechte Jagd. Vorbei sind die Zeiten des "etwas höher anhalten". Heutzutage für jedermann zugänglich haben sich Entfernungsmesser mittlerweile gut etabliert.

Zwei Typen

1_Moderne_Geräte monokular.jpg © Norbert KlupsGrößer Entfernungsmessgeräte gibt es schon seit vielen Jahren. Früher wurden für den zivilen Gebrauch hauptsächlich sogenannte Schnittbild-Entfernungsmesser angeboten. Das Gerät liefert dem Benutzer ein doppeltes Bild, das dann in Deckung gebracht werden muss. Die entsprechende Entfernung kann dann an einer Stellscheibe abgelesen werden. Recht umständlich in der Handhabung und mit zunehmender Entfernung auch nicht sonderlich präzise. Es mussten hier 10% Toleranz je nach Gerätetyp einkalkuliert werden.

Hightech vom Feinsten


Wesentlich genauer und dazu noch ganz einfach zu handhaben, sind Entfernungsmesser, die mittels Laserstrahl auf Knopfdruck die genaue Distanz ermitteln. Solche Hightech-Geräte waren lange Zeit nur dem Militär vorbehalten und meistens in Fahrzeugen eingebaut. Durch die moderne Mikroelektronik wurden diese Entfernungsmesser aber immer kleiner und auch preiswerter. Unterschieden wird hier zwischen Geräten in monokularer und in binokularer Bauweise.

Aufbau und Wirkung

2_binokularer Entfernungsmesser.jpg © Norbert KlupsGrößer Diese Hightech-Messgeräte sind angefüllt mit verwirrender Elektronik und der Messvorgang ist ziemlich kompliziert. Vereinfacht ausgedrückt besteht ein Laser-Entfernungsmesser aus einer Sende- undsseinrichtung.

Der Lichtimpuls eines Lasers wird ausgesandt, vom anvisierten Objekt reflektiert und vom Gerät wieder aufgefangen. Die Zeitspanne zwischen Senden und Empfangen wird gemessen und daraus errechnet sich die Entfernung bis zum Ziel. Der Messbereich beginnt bei 20 oder 25 m und endet bei etwa 1.500 m. Unter besonders guten Bedingungen sind sogar weitere Messungen möglich. Viele Geräte sind mit einer Nahbereichsunterdrückung ausgestattet. Dadurch wird verhindert, dass Äste oder Zweige direkt vor dem Benutzer das Ergebnis verfälschen. So kann der Jäger auch aus der Deckung von Sträuchern oder Büschen heraus sein Ziel anmessen und muss nicht ins Freie treten. Der Messvorgang dauert etwa, je nach Gerätetyp und Entfernung, zwischen 0,3 und 3 sek.

Gewusst wie

Die korrekte Messung ist von der Entfernung, dem angemessenen Objekt, den Witterungsbedingungen und der Handruhe des Benutzers abhängig. Helle, große Objekte reflektieren den Messstrahl besonders gut, und der Winkel des angemessenen Objektes ist für die Menge des reflektierten Lichts maßgeblich. Die Messdistanz ist auch von den atmosphärischen Bedingungen abhängig. Dunst ist ungünstig und verkürzt die Reichweite beträchtlich. Auch Regen stört. Sehr wichtig ist auch die ruhige Lage des Messgerätes.

In der Ruhe liegt die Kraft

4_Anzeige.jpg © Norbert KlupsGrößer Um möglichst viele der im engen Winkel ausgesandten Messimpulse wieder aufzufangen, muss das Gerät möglichst ruhig gehalten werden. Trotz der kurzen Messzeit kommt diesem Punkt größte Bedeutung zu. Wird der Entfernungsmesser auf einem Stativ befestigt (Normanschluss ist bei allen Geräten vorhanden) oder nur auf das Autodach gelegt, können wesentlich größere Entfernungen gemessen werden.

Je weiter gemessen wird, desto wesentlicher wirken sich die genannten Kriterien aus. Laser-Entfernungsmesser sind heute schon recht preiswert zu haben und eine echte Hilfe, wenn die Schussdistanz die üblichen Entfernungen überschreitet.
07.07.2011 08:00

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