Nur etwa 300 Sibirische Tiger leben nach Angaben des Internationalen Tierschutzfonds IFAW noch im Osten Russlands. Vor vier Jahren waren es noch 200 Tiger mehr. Der Lebensraum der Tiere wird immer mehr eingeengt und viele wurden abgeschossen.
Wilderei, wenig Geld für den Naturschutz und durch intensive Bejagung immer weniger Beutetiere sind Hauptursache für das Schwinden der großen Raubkatze. Maria Worontsowa, die Chefin der IFWA in Moskau fordert den Präsidenten und den Regierungschef auf, endlich ausreichende Gelder für Schutzmaßnahmen wie Wilderer-Patrouillen bereitzustellen.
Der Leiter der US-Gesellschaft Wildlife Conservation Society in Russland Dale Mikell schlägt vor, durch ein Verbot des Holzeinschlags die weitere Abnahme des natürlichen Lebensraumes der Tiger zu verhindern. Außerdem ist eine Zunahme des illegalen Handels mit Fellen, Knochen und Fleisch zu verzeichnen, seit China eine Lockerung des Handelsverbotes angekündigt hat.
Mehr als 10.000 US-Dollar sollen zur Zeit auf dem Schwarzmarkt für einen toten Tiger gezahlt werden. In China wird ein Tiger bis zum letzten Haar verwertet.
Illegaler Handel floriert
Dramatisch weniger Sibirische Tiger
23.10.2009 10:35


