Biologen um Franck Prugnolle vom Institut de Recherche pour le Developpement (IRD) in Montpelier haben bei Gorillas in Afrika bisher unbekannte Malaria-Erreger gefunden. Bei Gorillas in Gabun und Kamerun wurden zwei bisher nicht beschriebene Varianten des Malaria verursachenden Parasiten aus der Gattung Plasmodium nachgewiesen. Außerdem wurde in Stuhlproben der Gorillas Plasmodium falciparum gefunden. Dieser Erreger der Malaria tropica war bisher nur beim Menschen beobachtet worden. Auch bei wildlebenden Schimpansen sind Malaria-Erreger gefunden worden, die bisher wenig bekannt waren.
Beim Kontakt zwischen Menschen und Menschenaffen besteht die Gefahr der Übertragung der Erreger zwischen beiden Species. Diese Gefahr wird durch zunehmende Abholzung der Regenwälder und die damit verbundenen häufigereren Kontakte zwischen Mensch und Menschenaffen immer größer. Malaria ist in den Tropen weit verbreitet. Sie wird durch Parasiten verursacht, die durch Stechmücken der Gattung Anopheles übertragen werden.
An der gefährlichsten durch Plasmodium falciparum verursachten Form erkranken jedes Jahr bis zu 500 Millionen Menschen mit bis zu zwei Millionen Todesfällen. Die meisten Erkrankungen gibt es in Schwarzafrika südlich der Sahara.
Gefahr in Gorillas
Malaria-Erreger greift Menschen an
08.06.2010 17:51


